Wie in Deutschland mobil gemacht wird für den Tierschutz

Jeder kennt Greenpeace und deren gewagte Aktionen und selbst verständlich widmen sich Tierschutzorganisationen wie PETA und der WWF weiterhin ihren Aufgaben, doch wie sieht es eigentlich konkret in Deutschland aus? Hier wurde bekanntlich erst vor wenigen Jahren der Tierschutz sogar in das Grundgesetz aufgenommen, ein sehr löblicher und fortschrittlicher Aspekt, den es in dieser Form wohl nur in ganz wenigen Staaten der Erde gibt. Zugleich machen Massentierhaltung bei Hühnern, machen kranke Rinder und Schweine und machen grausame Tierversuche weiterhin Schlagzeilen, so dass die Arbeit der deutschen Tierverbände ungemein wichtig ist.

Demonstrationen und konkrete Aktionen

Den Verbänden geht es zum einen stets um die Publikation der Notwendigkeiten und hierfür finden sich zahllose Publikationen rund um den Tierschutz. Zugleich werden Demonstrationen organisiert, beispielsweise von der Albert Schweitzer – Stiftung oder von PROVIEH, einem Verband, der sich konkret um die Tierhaltung kümmert und gemeinsam mit dem deutschen Tierschutzverband an den Aktionen teilnimmt. Manchmal ist dabei auch die Schwelle zur Illegalität, ja zur Straftat fließend, es gibt Ansätze, die konkret auf Widerstand etwa bei der Errichtung einer Schweinemastanlage drängen, doch die überwiegende Mehrheit der Organisationen und Aktiven geriert sich im Bereich des Rechts, was für die Sache selbst sicher nur von Vorteil seyn kann.

Die Massentierhaltung ist dabei ein zweischneidiges Schwert, schließlich will die Bevölkerung versorgt werden mit Proteinen und doch stimmen viele Deutsche in Befragungen zu, dass Tierschutz eine wichtige Sache ist. Wie passt das zusammen? Vereine wie Menschen für Tierrechte oder auch animal public setzen hier in erster Linie auf faire Tierhaltung, auf Auslauf und vor allem auf die Vermeidung völlig sinnloser Aspekte wie der Ermordung von Abermillionen männlicher Küken in der Aufzucht von Hühnern. Die berühmte Vergasung der für die Mast und Zucht ungeeigneten Tiere ist ein besonderes Thema, das nach jahrelangem Druck von Seiten der Tierschutzorganisationen endlich auch auf der Agenda der Politiker angekommen ist.

Das Feindbild Monsanto: Patente und Tierversuche

Natürlich stammt dieses Unternehmen aus der Botanik, hat weniger direkt mit Tieren zu tun und doch ist genverändertes Futter, sind Blütenstaub vom manipulierten Maisfeld und neue Getreidesorten immer auch eine Herausforderung für die Tierwelt. Die Nutztierhaltung ist dabei einer Unmenge an Antibiotika, unzureichendem Platz ausgesetzt, während sich die Wildtiere mit einem beständig kleiner werdenden Lebensraum arrangieren müssen. Seit Anfang der 1990er und damit recht gut einvernehmlich im Einklang mit der Veränderung in der Technologie gibt es in Deutschland die Bewegung „Kein Patent auf Leben“, heute ist das europaweit organisiert und es geht konkret um die Vermeidung von Patenten auf Tiere oder auf entsprechend genveränderte Probanden.

Ethisch ist es den Verbänden schlicht nicht zu vertreten, dass Mäuse patentiert werden, aber in der Praxis werden jährlich immer mehr Zulassungen für solche Schutzpapiere beantragt, was die enorme Arbeit der Tierschutzverbände offenbar. Es gibt natürlich Widerstand und Lobbyismus aus der Wirtschaft, aber auch die Organisationen sind nicht untätig und setzen sich täglich für die Verbesserung des Tierwohls in Deutschland ein.